Große Vorliebe für Teilzeit-Arbeit?!

Also, über diesen Artikel bin ich zufällig gestolpert. www.zeit.de/karriere/beruf/2012-03/wiedereinstieg-muetter-beruf/seite-1

Und kann mich über einige Formulierungen nur wundern: …“Frauen muss nachdrücklich vermittelt werden, dass sie auch mit Kindern in der Arbeitswelt gebraucht werden“, …Vor der Schwangerschaft gebe es keine Anzeichen, dass diese Frauen ihren Job aufgeben wollen.“, „… lange(n) Babypausen und die große Vorliebe für Teilzeitarbeit.“

Für mich klingt das alles so, als wollten wir Frauen nicht mehr arbeiten und würden aus unerfindlichen Gründen zu Hause bleiben.

Sorry, aber Fakt ist doch, dass irgendwann die Uhr tickt und man sich entscheiden muss. Fakt ist wohl auch, dass es zu wenig adäquate Möglichkeiten für Frauen und Kinder gibt, die ein vernünftiges Verhältnis zwischen Familie und Beruf – mit frühzeitiger Rückkehr – möglich machen. Und: Hier in Deutschland ist oft auch das familienfreundliche Unternehmen oft noch nicht da, wo sich Frau in beiden Rollen ernst genommen und unterstützt fühlt. Und zu guter Letzt ist da die Teilzeit eben ein Kompromiss für alle Beteiligten.

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3 Gedanken zu „Große Vorliebe für Teilzeit-Arbeit?!

  1. Es nervt gewaltig wenn immer unsere ex Familienministerin ins Feld gezogen wird wenn es um Frauen und den Wiedereinstieg in den Beruf geht.Gerade die , welche dieses Jahr mit der Begründung sich mehr um die Familie kümmern zu wollen ihren Ministerposten an den Nagel gehängt hat. In dem Artikel der Zeit wird von hochqualifizierten Karrierefrauen gesprochen, die es sich sicherlich leisten können eine Haushaltshilfe zu engagieren oder die lieben Kinder in betreuten Einrichtungen unterzubringen. Aber das gros der Mütter, die nach der Geburt ihrer Kinder eine Stelle suchen (müssen) hat große organisatorische Hürden zu bewältigen wenn sie gleich wieder arbeiten. Nicht jeder hat die liebe Verwandtschaft in der Nähe und Teilzeit ist die einzige Möglichkeit Arbeit und Kindererziehung zu vereinbaren. Mal davon abgesehen das das so mühsam erworbene Geld teilweise eh wieder zurück in Betreuungskosten fließt.

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