Auf Intensiv.

Die 13-jährige fragt uns manchmal, wenn wir uns mal wieder sehr genervt zeigen, vom Elternjob: „Warum habt ihr überhaupt Kinder, wenn Euch doch alles so anstrengend ist und ihr immer so genervt seid …?“ Wenn man die letzten Beiträge liest, findet man diese Frage nicht unberechtigt.

Nun. Da habe ich für mich eine sehr einfache Antwort gefunden: Ich hatte selten vorher so intensive Glücksmomente wie mit meinen Kindern. Ja, und es ist richtig, auch die verzweifelten Momente sind sehr intensiv. Es liegt eben alles so eng beieinander und kommt manchmal sehr gehäuft, die phantastischen Erlebnisse, aber auch die unglaublich anstrengenden, ungeliebten.

Das wahsinns Glücks-Erlebnis der Geburt, versus den nervenaufreibenden Tobsuchtsanfällen eines 2-jährigen, gepaart mit denen einer 13-jährigen, gleichzeitig versteht sich, und natürlich für einen selbst völlig unvermittelt.

Verzweiflung, Ohnmacht und grenzenlose Freude liegen manchmal Sekunden voneinander entfernt. Das kriegt unsereins bisweilen gar nicht auf die Reihe. Und noch einen Servis bekommt man mit Kindern quasi frei Haus dazu: man lernt alle, aber auch wirklich alle seine Schwächen und schlechten Charaktereigenschaften kennen. Wenn man sich darauf einlässt und sich dem stellt (was bisweilen doch sehr schwer fällt, denn alles von sich will man doch gar nicht so genau wissen, oder sich eingestehen) hat man tolle Gelegenheiten einiges an sich zu verbessern.

Nun muss ich leider aufhören zu schreiben, denn hier bricht gerade wieder die Welt zusammen.

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